Der knollige und massige Variscit
Das Mineral Variscit gehört der Mineralklasse Arsenate, Phosphate und Vanadate an. Chemisch gesehen ist Variscit ein wasserhaltiges Aluminiumorthophosphat. Die Steine bilden massige, traubige oder knollige Aggregate mit krustigem Überzug. Ist das Mineral rein, so ist es farblos und durchsichtig.
Sind Fremdbeimengungen vorhanden, so kann es aber auch blaugrün, grünlich, braun oder rot sein. Die Transparenz nimmt allerdings bei farblichen Exemplaren ab. Die Strichfarbe ist allerdings bei allen Steinen weiß. Variscit ist ein weicher Stein, der sogar mit dem Messer geritzt werden kann.
Die Mohshärte beträgt lediglich 4,5. Der Name Variscit beruht auf dem Fundort des ersten Minerals. Es wurde nämlich das erste Mal im Vogtland gefunden und der lateinische Name ist des Vogtlandes ist Variscia.
Das interessante Inselsilikat Uwarowit
Das Mineral Uwarowit gehört zu den Inselsilikaten der Granatgruppe. Dieses Mineral entwickelt vielmals kleine und gut geformte Kristalle. Es können aber auch körnige Aggregate in der Natur vorkommen.
Durch Fremdbeimengungen schwanken die Farbtöne der einzelnen Uwarowit Steine. Die Farbe kann von dunkelgrün über smaragdgrün bis hin zu braungrün gehen.
Der Glanz und die Durchsichtigkeit hängen sehr stark von der Reinheit und den Einschlüssen ab.
Sie können fettglänzend bis glasglänzend und durchsichtig bis undurchsichtig sein. Die Mohshärte des Uwarowit schwankt zwischen 6,5 und 7. Damit das Mineral entstehen kann, benötigt es einen erhöhten Chrom-Gehalt sowie eine ultrabasische Umgebung. Ganz bekannte Fundorte sind Russland und Finnland.
Der variable Turmalin
Der Turmalin ist ein Stein, der in vielen verschiedenen Farben zum Vorschein kommen kann. Vielmals kommen die Steine in den Farben Blau, Rot, Grün, Braun, Schwarz oder Rosafarben vor. Es kann auch passieren, dass ein einzelner Stein mehrere Farben aufweist. Das ist für den Turmalin nicht ungewöhnlich.
Ganz bekannt sind die Mohrenkopfturmaline und die Wassermelonenturmaline. Der Mohrenkopfturmalin ist ein heller Kristall mit einer dunklen Spitze und der Wassermelonenturmalin ist ein roter Kristall mit grüner Hülle. Ein ganz besonders schönes Exemplar ist ein schwarzer Turmalin.
Aber auch der Turmalin grün hat einen gewissen Reiz. Allerdings sind diese besonderen Exemplare nicht so oft anzutreffen. Bei den meisten Turmalinen wird der Pleochroismus festgestellt. Das bedeutet, dass ein Stein, je nach Betrachtungswinkel, unterschiedliche Farben aufweist.
Türkis – selten aber sehr beliebt
Der Türkis ist ein sehr beliebter Edelsteinschmuck, kommt allerdings nur sehr selten vor. Er gehört der Mineralklasse Phosphate, Vanadate und Arsenate an. Der Stein bildet in der Natur traubenartige Aggregate aus.
Kristalle, die mit bloßem Auge gesichtet werden können, sind eher selten. Den Namen hat der Türkis seiner blaugrünen Farbe zu verdanken. Die Strichfarbe ist in einem sehr blassen Bläulichweiß gehalten.
An Stellen, wo der Edelstein gebrochen ist, ist die Stelle perlmuttartig und mit einem Glanz, der an Wachs erinnert. Der Stein Türkis wird nur zur Schmuckverarbeitung verwendet.
Ein reiner Stein weist lediglich eine Mohshärte von 6 auf. Diese Härte ist auch bei normalem Fensterglas anzutreffen.
Topas kommt sehr häufig vor
Topas Edelsteine gehören zu den Inselsilikaten und kommen sehr häufig vor. Die Edelsteine werden vielmals unter verschiedenen Handelsnamen angeboten, wie beispielsweise Mogok-Diamant oder Sächsischer Diamant. Das ist vielmals irreführend. Der Topas entwickelt sehr gut ausgebildete Kristalle, die kurz- bis langprismatisch sein können. Der Glanz der Oberflächen erinnert an Glas.
In absolut reiner Form ist der Topas Edelstein durchsichtig und farblos. Vielmals erscheint der Stein auch weiß, was durch viele Lichtbrechungen erzeugt wird. Es sind aber auch rosarote, gelbe, violette, hellblaue, braunrote und hellgrüne Exemplare möglich.
Diese farblichen Topas entstehen durch Fremdbeimengungen. Der Topas gehört mit einer Mohshärte von acht zu den harten Steinen. Er ist allerdings auch sehr spröde und lässt sich mit glatten Bruchstellen spalten.
Der Titanit – empfindlich und schön
Der Titanit kommt sehr häufig vor und gehört zu der Mineralklasse der Silikate. Vielmals entwickelt der Titanit keilförmige zugespitzte Kristalle. Ist der Titanit ganz rein, dann ist er absolut farblos. Wird er von Fremdbeimischungen geprägt, so kann er aber auch grün, gelb, braun, schwarz oder grau sein.
Dieses Mineral ist ein eher empfindliches Mineral und sollte vor Laugen, Säuren und Wärmeeinflüssen geschützt werden. Wird Titanit vor ein Lötrohr gehalten, so schmilzt es an den Kanten zu dunklem Glas. Vielmals fällt der Begriff Sphen. Sphen ist ein anderer Name für den Titanit.
Diesen Namen bekam die Halbedelsteine aufgrund des keilförmigen Erscheinungsbildes. Das erste Mal wurde Titanit im bayrischen Wald entdeckt. Das war im Jahre 1795.
Titania – ein synthetischer Rutil
Rutil ist ein Mineral, welches sehr häufig vorkommt. Die Kristalle dieser Mineralien sind relativ klein. Sie können zwischen einigen Millimetern und wenigen Zentimetern groß sein. Allerdings gab es auch schon vereinzelte Exemplare, die 25 Zentimeter groß waren. Der Rutil kommt in verschiedenen Farben vor. Meistens tritt er in rotbräunlicher bis kräftig roter Farbe auf.
Es gibt aber auch Exemplare, die schwarz sind. Rutil ist ein Bestandteil in vielen Gesteinen. Die Mineralien sind vielmals mit anderen Mineralien vergesellschaftet anzutreffen. Ein natürlicher Rutil wird nur ganz selten zu Schmucksteinen verarbeitet.
Die Kristalle sind einfach zu klein ausgebildet, um einen schönen Schmuckstein herzustellen. Daher wird Titania, ein synthetischer Rutil, als Diamantenimitat verkauft.
Das Tigerauge – eine Varietät vom Quarz
Das Tigerauge ist ein goldgelb oder goldbraun gestreifter Stein. Beim Tigerauge Stein handelt sich um eine Varietät vom bekannten Mineral Quarz. Diese Varietät kommt nur als Schmuckstein zum Einsatz. Er wird mit einem Glattschliff verarbeitet und erhält einen herrlichen Schimmer und einen sogenannten Katzenaugeneffekt.
Gerade aufgrund des Schimmers sind die Tigeraugen sehr beliebt. Tigeraugen werden vielmals als Cabochons in unterschiedlichsten Ausführungen angeboten. Außerdem gibt es auch kugelförmige Exemplare, die sich wunderbar für Halsketten eignen.
Der schillernde Glanz vom Tigerauge ist ein richtiger Hingucker. Es gibt aber auch immer wieder Imitate auf dem Markt. Daher sollte immer aufgepasst werden. Ein rotes Tigerauge gibt es beispielsweise in der Natur überhaupt nicht. Daher ist dieses immer gebrannt.